Eine Analyse des politischen Netzwerks in der Realisierung der AP11 illustriert die Struktur und Zusammenhänge der Schweizer Agrarpolitik.
Agrarpolitik Blog
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Mangelnde Daten und komplexe Zusammenhänge verunmöglichen eine exakte Bemessung multifunktionaler Leistungen. Die Agrarpolitik muss diese Unschärfe ertragen.
Christian Flury. Die regionale Verarbeitung und Vermarktung hat ein unbestrittenes Potenzial. Dennoch zeigen die Erfahrungen, dass Erfolg und Misserfolg nahe beieinander liegen.
Robert Huber. Wenn der Grenzschutz abgebaut wird, sinkt der Anteil der Schweizer Produkte, die im Inland abgesetzt werden können. Aber um wie viel? Die Dissertation von Conradin Bolliger gibt (Teil-)Antworten.
Michael Weber. In der Land- und Ernährungswirtschaft gewinnt die strategische gegenüber der operativen Führung an Bedeutung. Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten im Agribusiness müssen daher die Beweglichkeit und Veränderungsfähigkeit ihrer Unternehmen erhöhen.
Matteo Aepli. Chinas Wirtschaftswachstum liegt trotz weltweiten konjunkturellen Schwierigkeiten immer noch über 7%. Die Kaufkraft in den Städten steigt rasch und damit steigt auch die Nachfrage nach Importprodukten, die nicht zuletzt aufgrund der Lebensmittelskandale in China an Boden gutmachen konnten. Das birgt ein wachsendes Potential für den Export von Schweizer Nahrungsmitteln nach China.
Robert Finger. Wasserpreise fördern eine effizientere Nutzung von Wasser und sind daher ein wichtiges Element um eine ressourcenschonende Landwirtschaft zu fördern.
Christian Flury und Robert Huber. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Nationalrates hat sich für die Abstufung der Direktzahlungen nach der Fläche eines Betriebs ausgesprochen. Ein Widerspruch zu einem leistungsorientierten, strukturneutralen Direktzahlungssystem.
Die Verkäsungszulage fördert in Kombination mit der Marktsegmentierung den Export von billigem Käse. Ein kleines agrarpolitisches Lehrstück mit gutem Ende?
Professor Eichenberger von der Uni Freiburg plädiert für eine Öffnung und Liberalisierung der Agrarmärkte. Die Verteilungswirkung von Marktöffnungen sollte man aber genau prüfen und nicht auf die leichte Schulter nehmen.