Robert Huber. Was aus einer juristischen Perspektive Sinn macht, ist aus agrarpolitischer Sicht problematisch.
Agrarpolitik Blog
Page 38 of 38
Therese Haller. Die Bevölkerung, aber auch bäuerliche Kreise neigen dazu, gewisse Zusammenhänge zu ignorieren. Mit negativen Folgen für die Landwirtschaft.
Stefan Flückiger. Produkte aus der Nähe sind nicht per se umweltfreundlicher. Es könnte also kontraproduktiv sein, wenn in der konfusen Situation über nachhaltige Produktions- und Verkaufskonzepte die Nachhaltigkeitsfrage politisch mit Swissness-Wünschen und Versorgungssouveränität vermischt wird.
Robert Huber. Die entscheidende Frage für eine produzierende Landwirtschaft ist nicht FHAL oder nicht. Viel wichtiger ist, wie die Landwirtschaft in der Zukunft ihre Marktanteile halten kann.
Christian Flury. Die nun auch vom Ständerat befürworteten Exportsubventionen für Vieh werden nicht nur den Bund 4 Mio. Fr. kosten. Vielmehr sind auch die inländischen Käufer von Zucht- und Nutzvieh über steigende Preise betroffen.
Martin Brugger. Die Zahlungen im neuen Direktzahlungssystem, welche nicht konkreten ökologischen Zielen zugeordnet werden können, gelten ebenfalls ökologische Leistungen ab. Ein Ökologieverständnis, das in erster Linie auf Extensivierung der Landwirtschaft abzielt, kann der Ökologie sogar abträglich sein.
Robert Huber. Die Argumente in der Diskussion um die Weiterentwicklung des Direktzahlungssystem lassen sich immer gegeneinander ausspielen, solange nicht klar ist, ob ein Freihandelsabkommen mit der EU zustande kommt.
Christian Flury. Für die Berglandwirtschaft ist das neue Direktzahlungssystem eine Chance. Die Bergkantone weisen nach wie vor eine intakte und gepflegte Kulturlandschaft mit vielen artenreichen Wiesen und Weiden auf. Auf solche Leistungen ist das neue System ausgerichtet.