Robert Finger. Die Transparenz in der Schweizer Agrarpolitik ist hoch. Mit zu einfachen Regeln ist aber weder dem Landwirt, noch dem Steuerzahler oder der Umwelt wirklich gedient.
Agrarpolitik Blog
Seite 39 von 40
Robert Huber. Die Preise für Agrargüter sind weltweit höher als während der Nahrungsmittelkrise 2007/08. Warum interessiert das niemanden?
Irene Bösch und Michael Weber. Nicht nur die schweizerische Landwirtschaft, auch die Nahrungsmittelindustrie wird von einer weiteren Marktöffnung stark betroffen sein. Die sehr heterogene Branche steht dabei vor unterschiedlichen Herausforderungen.
Robert Huber. In einem Delhaize Shop in Brüssel ist die Biomilch 18% billiger als konventionelle Milch. Irrationale Konsumenten, schlechter Detailhandel oder clevere Bauern?
Robert Huber. Was aus einer juristischen Perspektive Sinn macht, ist aus agrarpolitischer Sicht problematisch.
Therese Haller. Die Bevölkerung, aber auch bäuerliche Kreise neigen dazu, gewisse Zusammenhänge zu ignorieren. Mit negativen Folgen für die Landwirtschaft.
Stefan Flückiger. Produkte aus der Nähe sind nicht per se umweltfreundlicher. Es könnte also kontraproduktiv sein, wenn in der konfusen Situation über nachhaltige Produktions- und Verkaufskonzepte die Nachhaltigkeitsfrage politisch mit Swissness-Wünschen und Versorgungssouveränität vermischt wird.
Robert Huber. Die entscheidende Frage für eine produzierende Landwirtschaft ist nicht FHAL oder nicht. Viel wichtiger ist, wie die Landwirtschaft in der Zukunft ihre Marktanteile halten kann.
Christian Flury. Die nun auch vom Ständerat befürworteten Exportsubventionen für Vieh werden nicht nur den Bund 4 Mio. Fr. kosten. Vielmehr sind auch die inländischen Käufer von Zucht- und Nutzvieh über steigende Preise betroffen.
Martin Brugger. Die Zahlungen im neuen Direktzahlungssystem, welche nicht konkreten ökologischen Zielen zugeordnet werden können, gelten ebenfalls ökologische Leistungen ab. Ein Ökologieverständnis, das in erster Linie auf Extensivierung der Landwirtschaft abzielt, kann der Ökologie sogar abträglich sein.